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Der Dachs gehört biologisch zur Familie der echten Marder. Lebensraum: Der Dachs bewohnt fast ganz Europa südlich des Polarkreises mit Ausnahme einiger vom Festland weiter abgelegener Inseln, wie Korsika und Sardinien, wo er gänzlich fehlt. Außerdem ist er über das gesamte gemäßigte Asien verbreitet, also vor allem Russland, China und Japan. Im Gebirge steigt er in Höhen bis 2000 m auf. Bevorzugtes Habitat sind Wälder. Nahrung: Dachse sind Allesfresser. Während andere Marder Pflanzen meistens nur als Beikost nehmen, ist der Anteil von Pflanzen an der Dachsnahrung sehr viel größer (etwa drei Viertel der Gesamtnahrung). Obst, Wurzeln, Samen und Pilze gehören zu den gefressenen Pflanzenteilen. Daneben erbeuten Dachse kleine Tiere wie Würmer, Insekten, Schnecken, Vögel und Mäuse. Er frisst auch Gelege von Bodenbrütern und verschont die im Nest hockenden Jungvögel ebenso wenig wie Junghasen. Lebensweise: Der Dachs ist überwiegend Nacht- und Dämmerungsaktiv. Er gräbt sich im Boden einen Bau, der einen Durchmesser von 30 m haben kann. In etwa 5 m Tiefe liegt der Wohnkessel, der über zahlreiche Gänge mit der Oberfläche verbunden ist. Diese Gänge dienen der Luftzufuhr und als Ein- und Ausgänge. Im Gegensatz zum Fuchs polstert der Dachs den Kessel seines Baues mit trockenem Laub, Moos oder Farnkraut aus. Fortpflanzung: Dachse werden im Alter von ca. 1-3 Jahren geschlechtsreif. Ihre Hauptpaarungszeit (Ranzzeit) liegt im Juli und August. Die Tragzeit beträgt 7 - 8 Monate (Eiruhe). Somit werden Dachse in Mitteleuropa im Februar oder März geboren. Ein Wurf umfasst ein bis sechs Junge, meistens aber zwei. Sie sind gänzlich weiß und blind; die schwarzen Stellen im Fell bilden sich erst später heraus. Die Männchen werden bis etwa Oktober, manchmal auch bis nach der Winterruhe im Bau geduldet. Danach verlassen die männlichen und manche weibliche Nachkommen den Bau.
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