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Landwirtschaft

Ein Fünftel des Rotwildringes besteht aus landwirtschaftlich geprägtem Offenland. In den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde aufgrund zunehmender Wildschäden in Hackfrucht und Getreide das überwiegende Offenland vom Wald durch Wildzäune abgetrennt. Heute ist in vielen Gebieten die intensive Landwirtschaft der Wiesen- und Weidennutzung gewichen, die Zäune aber sind vielerorts unüberwindbar geblieben.

Maßnahmen

  • Umlegen der Zäune auf Grünlandflächen auf eine auch für Rotwildkälber überwindbare Höhe, die jedoch gleichzeitig verhindert, dass Schwarzwild ins Offenland einwechselt.
  • Deckelung der Wildschäden im Offenland, dort wo zunehmend großflächige und insbesondere waldnah Getreide-Energieanbauflächen entstehen.
  • Beschränkung der Energiemais-Anbauflächen auf waldfernes Ackerland.
Die steilen Saarhänge auf Tonschieferböden im Westen des Rotwildrings sind klimatische Gunsträume und gleichzeitig häufig forstwirtschaftlich ertragsschwächere Standorte mit durchgewachsenen Eichenniederwäldern. In den unteren Hanglagen wird Weinbau betrieben.

Maßnahmen

  • Der Jagdpächter beteiligt sich im Einzelfall an Wildzäunen zum Schutz von Weinbaukulturen.
  • Brachen und Hecken in den Weinbaukulturen werden regelmäßig zumindest auf Jagdschneisen gemulcht, um bejagbar zu bleiben.