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Lebensraum

Ein hohes natürliches Äsungsangebot auf der Fläche, das nicht nur nachts sondern auch tagsüber zur Äsungsaufnahme genutzt werden kann, wird im LMP als eine entscheidende Maßnahme zur Reduzierung der Waldwildschäden bei angepassten Wildbeständen betrachtet.

Maßnahmen

  • Ausweisung von ungestörten Wildruhe- und Äsungszonen.
  • Pflege bzw. Instandsetzung brachgefallener Äsungsflächen.
  • Neuanlage von Äsungsflächen mit einer dem Lebensraum angepassten Saatgutmischung (vgl. LMP-Handbuch "Anlage, Pflege und Bewirtschaftung von Äsungsflächen").
  • Äsungsflächenbewirtschaftung: Äsungsflächen bieten bereits bei extensiver Pflege (jährliche Mahd, Verzicht auf P-K-N-Düngung, dafür ggf. Mg-Ca-Düngung etwa alle drei Jahre) eine ausreichende Menge ganzjährig verfügbarer Äsung bei hoher Artenvielfalt und hoher Qualität der Äsung ("Kräuterapotheke").
  • Äsungsflächen-Gestaltung mit Taschen und Buchten statt Rechteck: Gehölzreicher Saum - Kraut- und Grassäume - jährlich gemähte Wiese im Zentrum.
  • Pflanzung masttragender Baumarten am Rande von Äsungsflächen und entlang von Wegsäumen (Apfel, Ross- und Esskastanie, Stiel-, Trauben- und Roteiche).
  • Kleinflächiges Auf-den-Stock-Setzen ehemaliger Eichenniederwälder zur Förderung der Bodenäsung.
  • Anlegen von Prossholzflächen
  • Einbindung landespflegerischer Maßnahmen in das Äsungskonzept