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Muffelwild (Ovis orientalis musimon)
Das Muffelwild gehört zu den Wildschafen und stammt ursprünglich von den Mittelmeerinseln Sardinien und Korsika. Typisch für das mediterane Verbreitungsgebiet ist die Kurzhaarigkeit, die auch im Winter beibehalten wird. Einbürgerung: Kaiser Maximilian II soll bereits 1566 einen Mufflongarten in der Simmeringer Heide bei Wien errichtet haben. Erste Einbürgerungen in Deutschland in freier Wildbahn erfolgten 1902 im Eulengebirge im ehemaligen Schlesien. 1906 wurde es im thüringischen Teil des Harzes ausgesetzt, 1953 auch auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Der Gesamtbestand in Europa wird auf über 90.000 geschätzt. In Deutschland, so schätzen Experten, existieren heute ca. 120 Teilpopulationen. Lebensraum: Der Bestand im Rotwildring Osburg-Saar besteht seit den 50 er Jahren.
Die Decke des Muffelwildes wirkt sehr bunt und besitzt als Grundfarbe braun oder schwarz. Die Innenseiten der Läufe, der Bauch und der Wedel sind weiß. Die Mähne ist schwarz. Dieser Eindruck wird bei den meisten Widdern, durch den an der Flanke deutlich erkennbaren Sattelfleck- auch als Sattel oder Schabracke bezeichnet-, verstärkt . Im Gegensatz zum Geweih der Cerviden besteht die Schnecke des Widders aus Horn und unterliegt einem ständigen andauernden Wachstum. Die Schnecken werden nicht abgestoßen. Die Brunft ( Paarungszeit) des Muffelwildes fällt in den Zeitraum Mitte Oktober bis Ende Dezember. Typische Brunftrudel werden beim Muffelwild selten beobachtet. Vielmehr ziehen die älteren Widder auf direktem Weg zu den brunftigen Schafen des Rudels und suchen mit ihnen unterholzreiche Waldbestände auf. Treffen zwei Altwidder aufeinander, so kommt es zu weithin hörbaren Kämpfen, bei denen die Kontrahenten mit den Hörnern aufeinander stoßen. Trotz der enormen Wucht des Aufpralls sind ernsthafte Verletzungen selten nachgewiesen worden. Tragzeit:
Zuwachs:
Alter:
Gesellig und standortstreu Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet besiedelt das Muffelwild offene Gebirgslandschaften mit steinigen und trockenen Böden. Im mitteleuropäischen Verbreitungsgebiet lebt das Muffelwild bevorzugt in den Laub- und Mischwaldgebieten der Mittelgebirgslandschaften sowie des Flachlands. Es ist sehr standorttreu und lebt gesellig in Familien von 10 bis 25 Tieren. Widder und Schafe bilden mit Ausnahme der Paarungszeit getrennte Gruppen. Die weiblichen Rudel führt das älteste Schaf an. Die männlichen Mufflons schließen sich ab dem 3. Lebensjahr zu Widderrudeln zusammen. Es verfügt über gute Sinnesleistungen, insbesondere über einen ausgeprägten Gesichtssinn. Bei Gefahr werden zischende Pfeiftöne ausgestoßen. Als Lock- und Kontaktlaute blökt oder meckert das Mufflon. Schäden des Muffelwildes Muffelwild ist sehr genügsam in seinen Äsungsansprüchen und wie alle Schafe ist es ein "Graser". Es kann allerdings Schäl- und Verbissschäden sowie Ramm- und Feldschäden verursachen. Das Muffelwild verbeißt Nadel- und Laubholz und schält Stämme und Wurzelanläufe. Feldschäden treten auf durch Äsen sowie durch Tritt und Lagern. |
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